Freitag, 24. Juni 2011

Coming home.

Ich bin wieder da.
Ja, so ist das. Samstagabend ging es im Flieger zurück nach Deutschland.
Der 7-stündige Flug von JFK nach Düsseldorf kam mir länger vor als der 12-stündige nach L.A. letzten August. Die Stunden vergingen echt in einem nicht sehr zufriedenstellenden Tempo.
Aber dann ging es los zum Landeanflug auf Düsseldorf. Ich war so so so so sehr aufgeregt. Und alles sah so verdammt grün aus! :)
So deutsch.
Als ich dann durch den Flughafen ging und meine Koffer vom Band nahm war es dann so weit. Da vor mir war die große Tür hinter der meine Familie und Freunde warteten. Und ich war so schrecklich nervös. Hach, das ging ja gar nicht. 
Aber ich bin dann einfach mal hinter meinem Papa hergedackelt und da waren sie. Und was für eine Begrüßung ich bekommen hab. WOW! Cheeleading inklusive. Da ist nach Hause kommen ja umso schöner. 
Und dann war der Tag ja auch noch nicht vorbei. Das Feiern ging weiter und als ich dann nach 35 Stunden wach-sein endlich ins Bett gefallen bin hatte mein Körper den Jetlag schon vergessen.
Natürlich war mein System in den nächsten Tagen noch ein wenig durcheinander aber das ist ja normal. Jetzt bin ich schon fast eine Woche hier und obwohl ich meine zweite Heimat doch schon sehr vermisse, ist es schön zu Hause zu sein. 

Das war dann wohl mein Auslandsjahr im fernen Los Angeles, California. Niemals werde ich das vergessen. Und ich muss mir einfach nur denken, dass mir das niemand je wieder wegnehmen kann! :) 
Ich hoffe ich lebe mich schnell ein, und dass das Wetter mal wieder besser wird. Regen ist ja schon nicht so toll!

Danke fürs Mitlesen dieses Jahr, es war mir eine Freude ein bisschen was zu erzählen. 
Und hier stehe ich. Nach 314 Tagen, 44 Wochen & 10 Monaten. Mit 6800 Bildern. 
Erinnerungen kann man nie genug haben. 

"The song is ended, but the melody lingers on."




Freitag, 17. Juni 2011

New York New York

Ja Hi :)
Ich dachte, ich schreib nochmal kurz was, das es für mich ja morgenabend schon mit dem Flieger nach Hause geht. Aaaah, das ist so bald. Ich bin schon total aufgeregt und nervös und voller Vorfreude und bäm. Ich weiß es ja auch nicht. :)

Jedenfalls, von Montag bis Mittwoch war ich ja mit meinem Papi in Las Vegas. Oh god, also ich kann dazu sagen: "Es war schön mal da gewesen zu sein, es ist aber auch schön wegzukommen!" Das ist eine Welt für sich, bestehend aus Glücksspiel, ähm Glücksspiel uuuuuund Prostitution. Naja nicht ganz. Es ist jetzt nicht so, dass die Frauen sich da auf der Straße anbieten, aber sie werden sozusagen angeboten. An jeder Straßenecke steht so eine komische unheimliche Person die hat einen Stapel kleiner Kärtchen in der Hand und nimmt dann immer die Karte schlägt die so auf die Hand damit man das auch hört und will die einem in die Hand drücken. Erste Frage: Warum das schlagen? Haben die irgendwie Zuckungen? Oder andere Probleme, oder Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom? Die Antwort ist: Ich weiß es nicht. Zweite Frage: Seh ich wirklich so aus, als würd ich mir ne Nutte aufs Zimmer bestellen???????? (Ich entschuldige mich für meine vulgäre Redensweise aber sowas ist ja wohl nicht mehr normal!)
Aber ich kann ja nochmal kurz ein paar Stunden zurückgehen. Tagsüber ist Vegas die reinste Sauna. Wir waren ja morgens durch die Wüste nach Las Vegas gefahren und als wir ankamen hatte ich das Gefühl ich wär geduscht. So eine Tropenhitze. Ich würde sagen so um die 42°C, es war echt nicht auszuhalten! Aber das gute ist, dass die Hotels alle super klimatisiert sind. Und die Hotels sind auch nicht nur Hotels, das sind ganze Städte für sich. Wir waren im Mandalay Bay und die hatten ja erstmal so die normalen Sachen, wie Lobby und Aufzüge und so was aber dann gab es noch eine Riesenhalle für Glücksspiel, einen eigenen Strand, eine Mall, eine Restaurantmeile, zwei Starbucks, ein Haifischaquarium, die "König der Löwen"-Musical Halle (das Broadway Musical wie auch in Hamburg) das ganze Convention Center für anere Konzerte und Shows, einen Club mit Ausblick über Vegas im obersten Stockwerk und einen Durchgang zum nächsten Hotel. Da braucht man echt ne Karte für das Ding, da findet man sich doch sonst nie zurecht!! :)

Nach dem Einchecken auf dem Zimmer hab ich versucht das Internet zum Laufen zu bekommen, und diese komische Seite wollte, dass ich zum einloggen meinen Nachnamen und die Zimmernummer eingebe. Okaaay. Müller 1208- kein Signal. Muller 1208- kein Signal. Mueller 1208- kein Signal. Miller 1208-kein Signal. Meuller 1208-kein Signal. Mieuller 1208- kein Signal. Maaaaaaaaaaaan! Ich hasse meinen Nachnamen. In Deutschland hat ihn jeder zweite und hier kann ihn keiner aussprechen, die haben kein ü auf der Tastatur und deswegen ist es immer falsch!! Jedenfalls ist mir dann die Idee gekommen, dochmal auf das nette Zimmerkartenticket zu gucken. Und was seh ich. Einen Namen, bei dem ich mir meinen Papa und mich im arabischen Gewand vorstelle: Mû¥ller. Wo bitte haben die diese Zeichen herbekommen??? (Nur zur Info, das hat echt gedauert, die in der Zeichentabelle zu finden! :))
Natürlich hab ich sie aber gesucht und gefunden, geb das also genauso komisch ein und was kommt: Kein Signal. AAAAAAAAH!
Also bin ich dann mal runter gegangen und hab unseren Namen ändern lassen. Tsss, Sachen gibts. 

Als es dann dunkel war, sind mein Papa und ich dann mal auf Las Vegas' Hauptstraße den "Strip" gegangen (Frage 3: Warum der Name?") 
Die Hotels reihen sich da aneinander, alle haben ein anderes Thema. Es gibt das 'Luxor', was so ägyptisch ist, hat die Form einer Pyramide und die Sphinx davor. Daneben kommt das Al Calibur, das bringt dich in den Orient, mit Türmchen und Fenstern, bei denen man denkt, da kommt gleich Aladdin mit seinem Teppich rausgeflogen!
Dann gibt es noch New York New York inklusive Empire State Building, Freiheitsstatue und Achterbahn, Paris mit Eifelturm, Ceasurs Palace (auch bekannt aus Hangover) vertritt die griechische Kultur, das Cosmopolitain hat die ganze Lobby voll mit Kristallen und das MGM hat den Löwen vor der Tür. Das mag ja nur eine Straße sein, aber wir sind doch mal glatt 5-6 Stunden am Stück nur gelaufen!
Das Problem ist auch, dass da zwar ein Bürgersteig ist, der aber nicht die ganze Zeit an der Straße entlang geht. Das heißt man wird immer umgeleitet in die Hotellobbys. Wir haben uns dann auch erstmal im Ceasurs Palace verlaufen und am Ende als wir immer noch durch 3 Hotels durchmussten wollte ich echt nur noch auf der Parkbank übernachten. 
Ich weiß nicht, wie die ganzen aufgetackelten Tussen da die ganze Nacht mit ihren Highheels rumrennen. Tjaja. 
Am Dienstagmorgen wollte ich dann Frühstück holen und es ist ja schon ganz cool zu Starbucks und den ganzen Läden zu kommen ohne überhaupt das Gebäude zu verlassen. Was nicht heißt, man hat keinen langen Weg. Ich bin bis zum übernächsten Hotel gelaufen nur für Krispie Kream Donuts (die Hotels verbinden sich) und bis ich zurück war waren auch schon fast 1 1/2 Stunden rum. Aber es ist schon ein Vorteil, nicht raus in die 40°C warme Wüstenluft zu gehen. 

Später sind wir dann mal an den Poolstrand gegangen, haben es aber nur ca. eine halbe Stunde ausgehalten, da der Sand so heiß war, dass ich echt heulen wollte. Beim Gehen hab ich sozusagen gehört, wie sich die Brandblasen bildeten. :) Scherz, aber es war echt nicht schön. Und der Pool war schon so aufgewärmt, dass das nicht wirklich ne Abkühlung war. Wow, das war echt eine Hitze. 
Abends haben wir dann einfach mal bei Concierge nachgefragt wieviel die Resttickets für König der Löwen kosten und wir haben doch wirklich billige bekommen und haben uns so kurzfristig überlegt abends da noch hinzugehen. Und es ist scho ziemlich cool einfach mal in 5 Minuten von Zimmer bis zur Musical Halle zu gehen. :) Das Musical ist natürlich nur Gänsehaut. Oh mein Gott, wenn die da anfangen einzulaufen und alle singen will man wirklich nur heulen. 
Einfach nur das Beste. 


Am Mittwochmorgen hab ich dann versucht alles in meinen Koffer zu bekommen (einen Koffer für 2 Wochen und 3 Klimazonen ist schon nicht so nett :))
Irgendwie hab ich das dann geschafft und wir sind zum Flughafen und haben uns in den Fliger Richtung New York City gesetzt. 
And when you're in New York: The streets will make you feel brandnew, the lights will inspire you! ♫ :)
Man, ist das toll hier. Ich weiß zwar, dass ich nicht hier leben möchte (zuviel Abgase, zuviel Verkehr, zuviele Straßen :D) aber es ist eine Erfahrung wert. Es ist echt wie im Film. 
Man wird von den hupenden Autos unten auf der Straße aufgeweckt, die Straßen sind voll mit gelben Taxis, die Leute rennen die Straßen runter, auch mal gerne bei rot über die Ampel und die Wolkenkratzer ragen neben dir endlos in den Himmel. 
Wir sind dann aufs Empire State Building rauf und konnten die ganze Stadt sehen. Alles. :)
Dann gabs noch Besuche beim Time Square, bei Ground Zero (die fangen schon wieder an, das neue World Trade Center zu bauen!), Brookelyn Bridge, Central Park, Strawberry Fields und Dakota Buildings wo John Lennon erschossen wurde,  Grand Central Station und Riverside Park. Das war alles, was wir jetzt in zwei Tagen gemacht haben. Wir sind mit diesen tollen Sightseeing Bussen gefahren wo man aussteigen und einsteigen kann wo man will. 


Aber dann heute, hat es auf einmal angefangen zu regnen und es hat ungefähr 5 Minuten gedauert und es hat so richtig angefangen zu gewittern. Da hat es geblitzt und gedonnert in der gleichen Sekunde. Oh män, ich dachte ich sterbe. :) Einmal dachte ich echt, es hätte in den Bus eingeschlagen. 

Also, von der Wesküste bis hierhin sind es ja nur 3 Stunden Zeitverschiebung aber selbst die merk ich schon. Ich bin so richtig schlecht mit Jetlag. Ich kann hier abends nicht einschlafen, weil es ja eigentlich noch viel früher ist. Ich will gar nicht wissen wie es sein wird wenn da jetzt noch 6 Stunden draufkommen. 

Ja, das ist New York. Ich liebe es. Aber jetzt wird es Zeit für mich nach Hause zu kommen. Deswegen setze ich mich morgen nachmittag in ein Flugzeug richtung Düsseldorf. 
I'm coming home. 



Montag, 13. Juni 2011

Von Abschiedstränen, einer großen roten Brücke & einer Riesenstadt mitten in der Wüste.

Hallooooooo :)
Ich kanns ja selber gar nicht glauben, aber ich komm in sechs Tagen nach Hause. Krasse Sache. 
Ich dachte letzte Woche, ich lass mal meinen allerliebsten Papi einen Gastblog schreiben, aber einer reicht dann ja auch, ne? :) Pffff, California girl, schon zu spät- tsssss. Stimmt ja gar nicht (denke ich). 
Aber fang ich doch mal an. 
Letzten Sonntag war dann der Tag auf den ich mich nicht so total sehr gefreut hab. Ich musste Holly und Daniel "Auf Wiedersehen" sagen. Dislike. Aber die Beiden hatten noch einen letzten Tag für mich geplant. Also kamen die beiden gegen 1 und haben mich abgeholt. Ich hatte keine Ahnung wo es hinging. Mir wurde ja nix verraten. Erster Stop. Panda Express. Yeeeeeees. The best there is. Also hab ich noch einmal Orange Chicken und Chou Meng genossen und dann gings weiter. Discanso Gardens. Das ist wie ein Riesengroßer Park mit Blumen und allem möglichen. Also sind wir rein und sind ein bisschen durch die Gegend gelaufen. Und auf einmal kamen wir an so einer Rasenfläche vorbei und zwischen all den Blumen war da gerade eine Hochzeit. Hach, das sah so süß aus. Weiße Stühle, überall Blumen und dann ein großer Pavillion mit Tanzfläche und Tischen mit Stühlen und all dem Tamtam. Ich weiß jetzt wo ich mal heiraten will. :)
Dann haben wir noch einen Baum gefunden in den man sich reinstellen konnte. Mit 3 Personen!! :) Als wir wieder rauskamen, gingen gerade so Leute vorbei und haben uns angeguckt als wären wir Allien die gerade aus unserer fliegenden Untertasse gestiegen. 
Nach 1 1/2 Stunden hatten wir aber auch genug von all der Natur und sind zum Americana in Glendale gefahren. Das ist eine Outdoor-Mall und die ist einfach total schön! Alles ist so auf alt gemacht, da ist ein riesiger Springbrunnen und man fühlt sich einfach, als wär man in Disneyland. :) Also sind wir dann ins Kino gegangen und haben "Something borrowed" geguckt. Armer Daniel, er hat sich voll über das Ende aufgeregt, weil das ja "total bescheuert" war aber najaaa. Als wir aus dem Kino rauskamen waren Holly und ich schon am heulen. Aber nicht wegen dem Ende sondern weil das Ende immer näher kam. Es war schon 7 Uhr abends und wir hatten ja auch nicht ewig Zeit. Aber wir hatten ja schon wieder hunger, also haben wir uns das zweitbeste Essen in Amerika geholt. IN 'N OUT-Burger. Yummie. Wir haben uns das Essen geholt, uns damit auf den Rasen neben dem Springbrunnen hingesetzt und ein bisschen gepicknickt. Pickenicken. Pique-nique. Wie schreibt man das denn? :) Egaaaal.
Das war echt der Moment in dem mir klar geworden ist. Jetzt is es vorbei. This is it! Aber ich dann wurde mit auch bewusst, dass ich das beste Auslandsjahr hatte, das man sich vorstellen kann. Ich hatte so ein Glück, mit allem, mit meiner Gastfamilie, meinen Freunden, der Schule und dem Ort. Besser hätte es ja nicht sein können. Und auch wenn es schwer ist. Dieses Kapitel ist jetzt einfach vorbei, das nächste fängt diesen Sonntag an.

Jedenfalls, wir drei sind dann noch ein letztes Mal in Daniel's Auto gestiegen, haben die CD mit all den Liedern angemacht, die mich immer an dieses Jahr erinnern werden und sind zurück gefahren. Eigentlich war geplant, dass sie mich nur rauslassen aber sie sind dann doch noch mit reingekommen und waren dann noch ungefähr 3 Stunden da. Wir haben Ben&Jerry's Icecream gegessen, uns gegenseitig unsere Abschiedsgeschenke gegeben und einfach da gesessen. Theoretisch hatten wir gar nichts mehr zu tun, es war einfach so, als würden wir den Abschied von uns wegschieben. Aber als Holly's Mama dann um halb 12 angerufen hat und meinte Holly sollte doch mal bitte ihren A**** nach Hause bewegen kamen wir nicht länger dran vorbei. 
Nicht schön so was, nicht schön. Ich geh gar nicht mehr ins Detail, ich sag nur eins. Nicht schön. :) Aber es ist geplant, dass die beiden nächsten Sommer für 3-4 Wochen nach Deutschland kommen. Ist schon mit den Eltern abgesprochen und muss jetzt nur noch geplant werden. Das ist ja schonmal gut. Das war dann ein kleiner Trost, dass wir wissen, dass wir uns hoffentlich in ungefähr einem Jahr wiedersehen. Es it aber schon komisch und nicht richtig zu begreifen, dass ich jetzt wirklich wegbin. Holly meinte "Es ist so komisch, ich hab das Gefühl ich werd dich ja morgen eh sehen, wie immer, aber das stimmt ja gar nicht. Du bist jetzt ja echt weg."
Ach ja ich sollte damit jetzt einfach aufhören, ich glaub ja nicht, dass euch das wirklich interessiert. Ich hab glaub ich selten so viel geheult wie in den letzten 2 Wochen. Das Problem ist, dass man sich von so vielen Leuten verabschieden muss, bei midestens 50% höchstwahrscheinlich für immer. Das ist schon hart. Das ist die Sache, als ich letzten August in den Flieger gestiegen bin, war das schon traurig, aber ich wusste ich komme in 10 Monaten wieder, jetzt ist es echt ein Goodbye für ungewisse Zeit. 
Schluss mit dem Kram.
____________________________________________(das ist ein Schlussstrich (: )
Am Montag sind mein Papi und ich dann los. Ein letztes Mal über die Freeways von Los Angeles auf der 101 Richtung Norden. Immer am Meer entlang. Erster Stop: Morro Bay. 
Wir haben da dann meine Gastmama getroffen und ich bin abends schön Auto gefahren. In Morro Bay klappen die abends nämlich die Bürgersteige hoch. Und die Straßen sind so breit wie unsere Autobahn, das ist also der perfekte Ort um mal ein bisschen Autofahren zu lernen. :)
Ich sehs schon kommen. Wenn man mich erstmal in ein Auto mit Kupplung setzt, würd ich ständig ab. Das wird ja lustig in der Fahrschule. 
Dienstag sind wir dann auf den Klippen spazieren gegangen. Das war schön da!
Sieht ein bisschen aus wie die Algarve in Portugal wenn ihr mich fragt. :) Schööööön.
Danach wollten wir dann Kayak fahren. Ich saß also schon im Bötchen, fing an zu rudern und denk ich komm voran, guck nach rechts und ich hab mich noch kein Stück vom Steg wegbewegt. Na toll! Die Strömung war zu stark und die Wellen fingen an ins Kayak zu schwappen. Als ich ausgestiegen bin, war ich klitschnass!!!! Ich sah aus als hätt ich mir fünfmal in die Hose gemacht. 

Najaaaa. Aber war auch mal ne Erfahrung wert. Mittwoch ging es dann weiter nach Norden. Über Monterrey nach Half Moon Bay. Da haben wir dann übernachtet und sind am nächsten Tag nach San Francisco gefahren. Da hing die Golden Gate Bridge mal wieder im Nebel. Doof. Aber naja, machste nix. Wir sind dann mal ein bisschen durch San Francisco gecruist, aber nicht allzu lang, denn wir wollten noch nördlicher fahren um uns Bodega Bay anzugucken. Auch bekannt aus "Die Vögel" von Alfred Hitchcock. 

Jetzt war ich schon bei beiden Filmorten, von "die Vögel" und "Psycho". Und ich weiß noch, als wir Psycho in Kunst geguckt haben und ich meinte "Ich will nie (NIE) dahin, wo das Haus von Psycho steht, das macht mir Angst!" :) Tjaja. 
Am Freitag sind wir dann morgens nach Berkely gefahren und auch nochmal nach San Francisco und die Brücke war endlich da. Hach, wie ich diese Brücke liebe!! :)


Yaaaaay. :) 
Am Wochenende war dann die College Graduation meiner Gastschwester Kyrie von Santa Clara University. Das war auch mal ganz interessant aber auch stinklangweilig! :) Soooo lang. 

Ja, und dann am Sonntag ging es los von San Jose richtung Las Vegas. Das ist mal weit. Aber wir haben es am Sonntag doch tatsächlich bis Tehachapi geschafft. (Ja, das gibt es wirklich. :) Irgendwo hinter Bakersfield!) Und wir haben sogar noch Sequoia National Parc mitgenommen und ich hab einen echten Bären gesehen!!!!!! :) 
Jap. Das war das. Und heute ist Montag, und wir sind von Tehachapi durch die Mojave Wüste nach Las Vegas gefahren. Hier sinds 100°F/ 38°C. 
Aber diese Stadt ist ja schon der hammer. Mehr kann ich noch nicht sagen, ich bin ja gerade erst angekommen.
Ja, mehr hab ich nicht zu sagen.
Finished. In 6 Tagen bin ich zu Hause. 
Mittwoch gehts nach New York City. :) :)

Byebye ♥

Montag, 6. Juni 2011

Amerika XXXL oder "Die Raubritter kommen"

Hallo, meine Name ist Götz ...

... und ich habe die grosse Ehre, hier einen Gastblog schreiben zu dürfen.
Ich bin mir ziemlich sicher der Vater von Lena zu sein. Meine Frau Tina und ich sind hier in die Staaten gekommen um unsere Tochter wieder nach Hause zu bringen bevor sie endgültig ein "Californiagirl" geworden ist. Ich kann es aber vorwegnehmen: Wir kommen zu spät.

Dafür erleben wir hier innerhalb kürzester Zeit, warum das so ist:
"It´s so amazing !!"

Inzwischen, nach einer guten Woche, ist Tina (mit größter Sicherheit meine Frau) wieder gut zu Hause angekommen. Ich selbst darf noch ja noch etwas länger bleiben, was den geneigten Lesern bekannt sein dürfte.

Aber was haben wir nicht alles erlebt in den letzten 8 Tagen? Unglaublich!
Die Einreise über San Francisco ging schon mal daneben. Den Anschlussflug nach LA LAX haben wir leider verpasst und mussten einen späteren Flug buchen. Leider bedeutete das gleichzeitig, das Verpassen der abendlichen Einsegnung der Aschlussklasse 2011.
Für Lena war das Mitkommen von Tina ein Überraschung. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an ca. 1000 Leute für´s Dichthalten.
Lena war im positiven Sinn absolut geschockt und die Bilder werden für sich sprechen.

Direkt am nächsten Morgen fand dann die eigentliche Graduation der "Class of 2011" statt und es war soo amerikanisch! Hand auf´s Herz: Es ist schon witzig, wie alle innbrünstig die amerikanische Hymne singen. Der Schulchor (mit Lena) hat gesungen und die Urkundenübergabe war sehr nett gemacht. Es war wie im Teenie-Film. Rede des Klassenbesten, Hüte werfen etc.  WOW !
Tina und ich sind stolze Eltern der drittbesten Schülerin des Jahrgangs. Die investierte Kohle hat sich also irgendwie gelohnt...

Draussen haben wir dann viele Mitschüler, Eltern und Lehrer kennengelernt. Alle waren voll des Lobes über Lena und dankten uns dafür, dass sie Teil ihres Lebens geworden ist. Wir kamen uns ein wenig wie Raubritter vor, weil wir gekommen waren, um sie wieder zurückzuholen. Shit happens... Sorry, aber wir sind hier immerhin in Amerika.


Dieser Blog würde viel zu lange dauern, wenn ich wirklich alles aufzählen würde, was wir in den letzten 8 Tagen gemacht haben, aber einige Punkte sind einfach erwähnenswert. 

Vielleicht sollte ich aber vorab einige Klischees klären, z.B. dass

- wir Deutschen keine Ahnung vom grillen haben: Stimmt !
- was wir in Deutschland Steaks nennen in Wirklichkeit Carpaccio ist: Stimmt!
- Hanna Montana in Malibu am Strand abhängt: Stimmt nicht!
- Amerikaner ständig Burger essen: Stimmt ! (Zwischensumme 8)
- LA unglaublich gross ist: Stimmt !
- Venice-Beach das Nonplusultra ist: Stimmt nicht !!
- der Santa Monica-Pier überlaufen ist: Stimmt !
- man ständig das Hollywood-Sign sieht: Stimmt Nicht ! 

Um das Hollywoodzeichen gut sehen zu können muss man wandern oder in ein kleines Flugzeug steigen. Wir haben uns für Zweiteres entschieden und konnten tolle Fotos machen.

Ein weiteres Highlight war der Besuch eines Baseballspiels der LA Dodgers. Es war einfach unglaublich. 60.000 Menschen saufen, fressen schrecklich schmeckendes und unglaublich überteuertes Zeugs und sitzen über 3 Stunden in einem Stadion in dem (fast) nichts passiert. irgendwelche Leute auf einem komischen Spielfeld haben wohl so etwas Ähnliches wie Brennball gespielt. Vermutlich haben wir (die Dodgers) gegen die "Rockies" (Denver) verloren. Auch das noch. Ich habe überhaupt nichts verstanden. Clay (Gastvater von Lena) hat mir zwar ständig ganz aufgeregt versucht das Spiel zu erklären aber es hatte wohl nicht viel Zweck. Allerdings durfte ich nicht mein Yankee-Cap aufziehen, was ich extra aus Deutschland mitgebracht hatte. Schade ! Dafür bin ich jetzt im Besitz eines Dodgers-Cap für nur noch 42 Dollar. :D

Bei Warner waren wir auch. Direkt neben Harry Potters blauem, kleinem Auto stand das Batmobil. Cool !
Apropos Autos: Auf der Fahrt über den Sunset Blv. durch Bel Air, Beverly Hills, über den Rodeo Drive, Hollywood usw. sieht man tatsächlich eine Unmenge deutscher Autos. Was aber wirklich (für mich) spannend ist: Alle deutschen Autos und ich meine wirklich ALLE haben die Topmotorisierung: AMG S55, BMW M3 oder M5. Innerhalb von 10 Minuten sah ich 11 (elf) eh schon überteuerte Mercedes G-Klasse und zwar alle als G55. Nur so viel dazu...
Hier gehen die also alle hin. In Deutschland kauft niemand diese Karren.

Ein wunderhübscher Ort in Orange County ist Balboa; ein alter Stadtteil von Newport. Neben ca. 200.000 Millionär-Villas mit Meerblick kann man dort Wale sehen. Wo kommt nur die ganze Kohle her? So viel Reichtum ist schon fast pervers. Aber Wale haben wir der Pazifiktour leider auch nicht gesehen. Dafür aber etwa 1000 Delfine (was für ein Anblick!!) und fischende Pelikane. Auch sehr nett.

Was gab es sonst noch? Ok, ich habe mit Clay in der Kirche gesungen und viele tolle Menschen kennengelernt. Es heisst ja immer, dass Amerikaner sehr herzlich und gastfreundlich sind aber oftmals auch nur so tun oder es einfach nur sagen und nicht so meinen. Dem muss ich widersprechen. Sie sind so!!

Tina und ich können nun gut verstehen, warum es Lena hier so gut gefallen hat. Ihre Gasteltern sind einfach nur wunderbar und ihre Freunde und deren Eltern ebenso. Es hätte nicht besser für sie laufen können. Sicherlich hat sie auch selbst etwas dazu beigetragen.
Heute verbringt sie ihren letzten Tag in LA mit ihren zwei besten Freunden, Holly und Daniel und es wird für Alle nicht einfach werden zum letzten Mal Tschüß (?) oder "auf Wiedersehen" (!) zu sagen.

Morgen geht es dann über den Highway No. 1 nach Morro Bay und weiter über Carmel nach San Francisco. 
Aber darüber kann Lena dann wieder berichten.

Küsschen nach Hause  (Brüller, oder?)
vom Götz